Das Tor zum Paradies. Von den Ursprüngen der Gartenbaukultur in Persien

Dienstag, 10. April 2018 - 18:00

Das Wort Paradies hat seinen Ursprung in der alten persischen Sprache und Kultur – wo bereits zur Zeit der Achämeniden (7 – 4. Jh. vor Ch.), Gärten zum Bestandteil der Architektur von Palästen und Herrscherhäuser gehörten. Das persische Wort für solche Gartenanlagen war Pari-daeza (der umfriedete - ummauerte Ort) – hiervon abgeleitet ist das Wort „Paradies“.

Bebilderter Vortrag von Dr. Parto Teherani-Krönner

Neun dieser ‚Persischen Gärten’ sind seit 2011 in die Liste der UNESCO als Weltkulturerbe eingetragen worden. Die Gartenanlagen liegen in verschiedenen Provinzen mit unterschiedlichen Klimazonen des Irans und gehören unterschiedlichen Zeitepochen an. Trotz der großen Vielfalt der ausgezeichneten Gärten im Iran gibt es charakteristische Elemente, die allen gemein sind und über die Jahrtausende erhalten geblieben sind. Elementar ist dabei das altpersische ‚Qanat-System’, eine Bewässerungsanlagen, die wir als Lebensader des Vorderen Orients ansehen können, da ohne diese ausgefeilte Technik Gartenbau und eine landwirtschaftliche Produktion in diesen kargen Regionen nicht möglich gewesen wäre. Auch dieses iranische Bewässerungssystem ‚Qanat‘ wurde im Jahr 2016 als UNESCO Weltkulturerbe anerkannt und registriert.

Ort: Botanisches Museum, Blütensaal

Teilnahme: Nur für Mitglieder im Verein der Freunde des Botanischen Gartens und Botanischen Museums e.V.
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