Cayennepfeffer

Capsicum frutescens
L.
Solanaceae
Nachtschattengewächse
Chilli
Peperoni

Chili und Paprika sind zwei von vielen Arten der Gattung Capsicum. Sie werden oft verwechselt und die Artnamen sind auch botanisch nicht einfach zu klären. Insbesondere in Mexico gibt es viele Chilli-Sorten, die die Verwirrung noch erhöhen. Der bis zu 2 m große Chilli kann im Alter verholzen. Er hat grünlich weiße, aufrecht stehende Blüten mit blau-violetten Staubbeuteln. Die meist als Gewürz verwendeten Früchte zeichnen sich alle durch besonders hohe Schärfe aus. Die schärfsten gehören aber wohl zur Art Capsicum chinense, ein missverständlicher Name, da auch diese aus Südamerika stammt.

Durch die lange Domestizierung ist bei vielen Capsicum-Arten eine große Variabilität entstanden. Diese bezieht vor allem auch auf die Frucht die umgangssprachlich als Schote bezeichnet wird, botanisch jedoch eine Beere darstellt. Deren Fruchtwand besteht aus einer äußeren festen Haut (Exocarp) und einem inneren sogenannten Endokarp. Dazwischen liegt das eigentliche Fruchtfleisch (Mesokarp). Auf der Innenseite der drei miteinander verwachsenen Fruchtblätter sind besonders bei Paprika die Plazentarleisten, auf denen sich die Samen befinden, sehr deutlich ausgeprägt. Die Früchte sind es auch, die das Hauptinteresse an den Pflanzen finden. Dies liegt wiederum vor allem an ihren Inhaltsstoffen. Zunächst sind da die ätherischen Öle zu nenen und die für den Paprikageruch typischen Alkylmethoxypyrazine. Die „Schoten“ enthalten auch Vitamin C, Zucker, Flavonoide und Carotine. Entscheidend für die Schärfe bei Chili ist aber das Capsaicin eine Gruppe von Alkaloiden der Gattung. Bei Menschen und Säugern wirkt es bei Verzehr auf spezifische Rezeptoren, die normalerweise Schmerzreize hervorrufen. Daher der Hitze oder Schärfereiz und die Synonymie von heiß und scharf in Englisch. Capsaicin wird durch Kochen nicht zersetzt und löst sich nicht in Wasser aber in Alkohol und Fett. Ihre Wirkung ist antibakteriell und fungizid. Die aus den Früchten gewonnene Droge wirkt lokal verstärkend auf die Durchblutung und wird deshalb auch als Pflaster bei Muskelverspannungen und als Salbe oder alkoholische Auszug bei  rheumatoiden Beschwerden eingesetzt.