W. G. Berendsohn, C. Häuser & K.-H. Lampe (1999) 
Biodiversitätsinformatik in Deutschland: Bestandsaufnahme und Perspektiven
Bonner Zoologische Monographien 45. Zool. Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig, Bonn.


4. Strukturen in Deutschland

4.1. Umsetzung internationaler Übereinkommen

Die in Abschnitt 3.1 genannten Konventionen und EU-Richtlinien sind vor allem auf nationaler Ebene umzusetzen. Zur Erfüllung der damit verbundenen Informationspflichten werden im Bereich des Arten- und Biotopschutzes generell die Umweltinformationssysteme (s. Abschnitt 4.2) benutzt oder benutzt werden. Im Rahmen der Biodiversitätskonvention wurde vom Bundesministerium für Umwelt ein Projekt zur Einrichtung des Deutschen Clearinghouse Mechanismus (CHM) auf dem WWW finanziert, welches zur Zeit an der Zentralstelle für Agrardokumentation und -information (ZADI) des BML eingerichtet ist. Hier wird, neben der Darstellung der Konvention und ihrer politischen Umsetzung, Zugang zu Information über genetische Ressourcen geschaffen (s. Abschnitt 4.3). Abgesehen davon gibt es auf der Ebene der Organismen erst seit 1999 einen Ansatz zu einem Förderprogramm, welches im Sinne der Biodiversitätskonvention die Erschließung der in Deutschland vorhandenen Information zur globalen Biodiversität über den Einsatz von Informationssystemen zum Ziel hat (Biolog-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung).

Nächstes Kapitel


Inhalt | 1. Biodiversitätsinformation | 2. Biodiversitätsinformatik | 3. Internationale Strukturen: 3.1. Politischer Rahmen; 3.2. Umsetzung international, 3.3. Initiativen; 3.4. Standardisierung | 4. Strukturen in Deutschland: 4.1. Umsetzung internationaler Übereinkommen; 4.2. Umweltinformationssysteme; 4.3. Genetischen Ressourcen; 4.4. Gobale Biodiversität; 4.5. Zusammenfassung | 5. Strategie und Prioritäten: 5.1. National koordinierte Forschungsförderung; 5.2. Verbesserung der Infrastruktur; 5.3. Informationserschließung | Danksagung | Zitierte Literatur | Abkürzungen | Home


Zoologisches Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig, Bonn 2000. WWW-Ausgabe mit freundlicher Genehmigung des ZFMAK, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem 2000